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Von FAT-ten Platten und Speicherschwund ...FAT-Rite - ein FAT-Analyse-Toolaka FAT-Analyzer Je größer eine FAT-Partition ist, um so größer ist auch die prinzipbedingte Platzverschwendung darauf - da kommt ganz schön was zusammen! Um dem vorzubeugen, sollten Sie Ihr System mit dem Tools&More-Utility FAT-Rite analysieren lassen und anhand der Resultate entsprechende Schritte einleiten.
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Das Märchen Die Wahrheit Jedes System hat Speicherverschnitt Durch eine Verkleinerung der Partition auf bestimmte Werte kann jedoch ein günstigeres Daten/Verschnitt-Verhältnis erreicht werden (der dadurch frei werdenden Bereich kann dann für eine zusätzliche Partition verwendet werden - dazu gleich mehr). Wie diese genau aussähe, wird von FAT-Rite ebenfalls bereits als Simulation grafisch angezeigt. So hat man einen direkten Vergleich der einzelnen Resultate und weiß schon im voraus, wie viel Speicher man vor dem Verschnitt retten kann. Zusätzliche Helfer
Was ist eine FAT? FAT ist eine Abkürzung und steht für File Allocation Table, zu deutsch Dateibelegungstabelle. Es ist also eine Tabelle, in der festgehalten ist, welche Datei sich an welcher Stelle innerhalb eine FAT-Partition befindet (Eine Partition ist ein festgelegter Bereich auf der Festplatte, der von Windows als Laufwerksbuchstaben C:, D: usw. abgebildet wird). Angenommen bei Ihrer Festplatte handelt es sich um ein heute übliches 40-Gbyte-Modell, so verfügt dieses über etwa 84 Millionen Sektoren (Ein Sektor ist 512 Byte groß und stellt die kleinste Speichereinheit auf PC-Datenträgern dar). Um eine Datei nun zu speichern, müsste sie in 512-Byte-große Teile aufgebrochen werden und deren Position in der FAT notiert werden. Bei einer 40-Gbyte-Platte wäre dazu eine FAT von 340 MByte nötig. Da die FAT aber den zentrale Anlaufpunkt für den Dateizugriff darstellt, müsste permanent diese gigantische Liste durchpflügt werden - der eigentliche Datendurchsatz bezüglich der Dateien würde völlig einbrechen. Daher benützt man nicht einzelne Sektoren zur Ablage von Dateien, sondern so genannte Cluster. Das sind Verbände von Sektoren, aus verwaltungstechnischen Gründen in der Größe von Zweierpotenzen. Je größer der Cluster, desto mehr Verschnitt
Doch bei unserer heute üblichen 40-GByte-Harddisk würde bei gleicher Clustergröße die FAT immer noch mit 40 MByte zu Buche schlagen. Das ist zwar deutlich weniger als bei der theoretischen Ablage auf Sektorengrenze. Doch für die Praxis noch immer viel zu viel. Daher verlegt sich Windows ab einer Partitionsgröße von 8 GByte auf Cluster von 8 Kbyte (16 Sektoren), ab 16 Gbyte-Partitionen auf 16-KByte-Cluster und schließlich ab dem Grenzwert 32-GByte grundsätzlich auf 32 KByte große Cluster. Der Vorteil: Die Größe der FAT bleibt bis zu einer Partitionsgröße von 64 Gbyte im gleichen Bereich von etwa 2 bis 4 Mbyte. Doch da sich die Clustergröße bei jedem Schritt verdoppelt, steigert sich in gleichem Maße auch der Verschnitt. Oberhalb von 64 GByte wächst zudem auch die Größe der FAT über Ihre hier beschriebenen Grenzen hinaus, da FAT-Cluster bei heutigen Windows-Versionen mit 32 KByte ihr Maximum erreicht haben. Der Verschnitt im Detail
Zugegeben, der Cache ist ein extremes Beispiel. Nichtsdestotrotz liegt der Verschnitt auch bei Dateien durchschnittlicher Größe bei immerhin 20 Prozent. Und auch dieses Gros belegt unnötig viel Speicher und verbraucht inakzeptabel viel Leistung. Wollte man diesen Performance-Einbruch durch eine schneller Platte oder CPU wieder wettmachen, so käme das ganze schnell recht teuer. Teile und herrsche! Wenn der Datenträger ohnehin schon so gigantisch ist, so sollte man beispielsweise dem System, den Daten und gegebenenfalls auch den Applikationen jeweils eine eigene Partition gönnen. Dadurch verringert sich die Clustergröße und somit auch der Speicherverschnitt dramatisch. In gleichem Maße steigt zudem die Performance und nicht zuletzt auch die Datensicherheit. Als Werkzeuge hierzu können die bereits oben genannten Utilitys Fips beziehungsweise Partition Magic dienen. Das systemeigene Fdisk & Co. kommt hingegen nicht in Frage, da damit nur eine Neupartitionierung mit Datenverlust möglich ist. HINTERGRUNDWISSEN Historisches zur FAT Als Ende der 80er die ersten PC-Festplatten mit mehr als 32 MByte Speicherkapazität auf den Markt kamen, stieß das bereits damals schon 10 Jahre alte FAT16-Dateisystem wieder einmal deutlich an seine Grenzen (FAT wurde ursprünglich als Diskettendateisystem namens FAT12 für Microsofts Basic Interpreter entwickelt und später dann auch dreist MS-DOS übergestülpt). Zwar konnte man die "neuen" großen Platten anschließen, doch ließen sich nicht mehr als 32 MByte pro Partition adressieren. Einige Dritthersteller boten hierfür verschiedene Lösungsansätze. Doch erst mit dem Erscheinen des ungeliebten MS-DOS 4.0 war die Krise wirklich für einige Zeit beigelegt: Das Dateisystem wurde so aufgemöbelt, dass es zunächst Partitionen bis zu einer Größe von 128 MByte - nach ein paar weiteren kleineren Änderungen - dann bis 2 GByte verwalten konnte. Die 2-Gbyte-Grenze war aber nicht unbedingt ein Problem seitens des Betriebssystems - sie begründet sich vielmehr in der Rücksichtnahme auf bestehende Applikationen. Eine Partition von mehr als 2 GByte müsste über Cluster verwaltet werden, die mindestens 64 KByte (65.536 Byte) groß sind. Doch FAT16 arbeitet, man beachte den Namen, mit 16 Bit langen Verwaltungseinträgen. Und der größte darstellbare 16-Bit-Wert ist 65.535 - der Wert 65.536 passt gar nicht hinein! Da aber Unmengen von Applikationen eben genau davon ausgehen, dass die Cluster-Größe in einen 16-Bit-Wert passt, darf das 32-Kbyte-Maximum für Cluster und somit die 2-GByte-Grenze für FAT16-Partitionen nicht angerührt werden - bis heute. Mit dem Release von Windows 95 im Sommer 1995 wurde das Dateisystem FAT16 noch härter an seine Grenzen gedrängt. Speicherverschnitt von 40 bis 50 Prozent waren keine Seltenheit! Mit Windows 95 B, auch OSR2 genannt, trat dann FAT32 auf den Plan - wiederum eine Erweiterung der Erweiterung der Erweiterung eines Diskettendateisystems. Durch eine für ältere Applikationen transparente Aufstockung des FAT-Aufbaus, war es fortan möglich, auch Partitionen oberhalb der 2-GByte-Grenze mit handlichen Clustern von nur 4 KByte einzurichten. Damit dadurch aber die Größe der FAT selbst nicht ins unermessliche wächst, steigt die Clustergröße nach 8 GByte wieder wie bei FAT16 an. Ab 64 GByte wird eine Clustergröße von 32 KByte festgeschrieben und nur noch die FAT wird vergrößert. Laut Microsoft kann man mit FAT32 Partitionen bis zu 2 Tbyte verwalten. Dies kann man aber wohl höchstens als im weitesten Sinne theoretischen Wert ansehen, da die FAT eines solchen Trums etwa 256 MByte groß wäre. Übrigens: Wer aufgrund solch horrender Zahlen lieber auf Windows 2000 oder Windows XP mit deren Dateisystem NTFS umsatteln möchte, sei gewarnt: NTFS benötigt (laut Microsoft Knowledge Base) rund 4 Prozent des Plattenspeichers für die Verwaltung der Dateien, das sogenannte Master File Table. Bei 40 GByte-Platten wären das etwa 1,6 Gbyte. Vorteilhaft jedoch die Clustergröße, die selbst bei noch so großen Platten auf 4 KByte festgelegt ist. |
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